Erzeugerpreise Dezember 2009: - 5,2% gegenüber Dezember 2008
Den höchsten Einfluss auf die Jahresteuerungsrate hatte auch im Dezember 2009 die Preisentwicklung bei Energie. Drei Viertel der Veränderung des Gesamtindex gegenüber Dezember 2008 sind darauf zurückzuführen. Die Preise für Energie lagen um 12,5% unter denen von Dezember 2008 und sanken gegenüber November 2009 um 0,2%. Ohne Berücksichtigung von Energie gingen die Erzeugerpreise im Jahresvergleich um 1,7% zurück, gegenüber November 2009 stiegen sie um 0,1%.
Die Preise der drei Hauptenergieträger Mineralölerzeugnisse, elektrischer Strom und Erdgas wiesen im Vorjahresvergleich deutlich unterschiedliche Entwicklungen auf.
Mineralölerzeugnisse waren im Dezember 2009 um 12,8% teurer als ein Jahr zuvor. Gegenüber November 2009 sanken die Preise um 0,4%. Auch bei den einzelnen Mineralölprodukten ergaben sich sehr unterschiedliche Preisveränderungen gegenüber dem Vorjahr (beziehungsweise gegenüber November 2009): Flüssiggas + 58,7% (+ 6,0%), schweres Heizöl + 42,4%(- 2,8%), Motorenbenzin + 15,9% (- 1,2%), leichtes Heizöl + 10,4% (- 1,7%), Dieselkraftstoff + 2,6% (- 0,9%).
Die Preise für elektrischen Strom lagen im Dezember 2009 über alle Abnehmergruppen hinweg betrachtet um 7,5% niedriger als vor einem Jahr. Gegenüber November 2009 sanken sie um 0,7%.
Erdgas insgesamt kostete 34,0% weniger als im Dezember 2008. Gegenüber November 2009 stiegen die Preise um 0,4%. Für Ortsgasversorgungsunternehmen waren die Preise um 45,3% niedriger als im Dezember 2008 (+ 0,9% gegenüber November 2009). Weiterverteiler zahlten 36,5% weniger als ein Jahr zuvor (+ 1,0% gegenüber November 2009). Für Industriekunden war Erdgas im Vorjahresvergleich um 30,7% billiger (+ 0,7% gegenüber November 2009). Haushalte mussten 20,1% weniger bezahlen als im Dezember 2008 (- 1,0% gegenüber November 2009).
Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) waren gegenüber Dezember 2008 um 3,6% billiger (+ 0,2% gegenüber November 2009). Zu dem Rückgang gegenüber dem Vorjahr trugen in besonderem Maße die Preise für Metalle bei. Vor allem Walzstahl war deutlich billiger als im Dezember 2008 (- 31,3%), gegenüber November 2009 sanken die Preise um 1,9%. Chemische Grundstoffe waren um 3,0% günstiger als im Dezember 2008, gegenüber November 2009 stiegen die Preise um 0,4%.
Die Preise für Verbrauchsgüter waren im Dezember 2009 um 1,1% niedriger als im Vorjahresmonat, gegenüber November 2009 blieben sie unverändert. Nahrungsmittel waren um 2,8% günstiger als im Vorjahr (unverändert gegenüber November 2009). Für Zucker waren im Vorjahresvergleich besonders starke Preisrückgänge zu verzeichnen (- 17,6%), die im Zusammenhang mit den neuen Regelungen der europäischen Zuckermarktordnung zu sehen sind. Gegenüber November 2009 gingen die Preise um 1,8% zurück. Dagegen waren Butter und andere Fettstoffe aus Milch um 32,0% teurer als im Dezember 2008 (+ 2,7% gegenüber November 2009).
Veränderungen im Jahresdurchschnitt 2009 gegenüber 2008
Im Jahresdurchschnitt 2009 fiel der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte um 4,2% gegenüber dem Vorjahr. Dies war der stärkste Rückgang im Jahresdurchschnitt seit Beginn der Erhebung im Jahre 1949. Damit wurde der sehr hohe durchschnittliche Preisanstieg des Vorjahres (+ 5,5%) zu einem großen Teil wieder zurückgenommen.
Die Preise für Energie gingen im Jahresdurchschnitt 2009 um 8,3% zurück. Dies erklärt allein fast zwei Drittel der gesamten durchschnittlichen Jahresveränderungsrate. Mineralölerzeugnisse waren im Jahresdurchschnitt 2009 um 18,5% billiger als im Vorjahr und elektrischer Strom um 5,9%. Die Preise für Erdgas wiesen von Januar bis Juli 2009 einen extremen Abwärtstrend auf, der sich in abgeschwächter Form bis November fortsetzte und dazu führte, dass die Preise im Jahresdurchschnitt um 8,8% unter denen des Vorjahres lagen.
Ohne Berücksichtigung von Energie sanken die Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahr um 2,2% (2008: + 2,4%).
Die Preise für Vorleistungsgüter waren im Jahresdurchschnitt um 5,2% niedriger als im Vorjahr, für Verbrauchsgüter um 1,6%.
Quelle: Pressemeldung Statistisches Bundesamt
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