Optionen für den Otto-Normalverbraucher sinnvoll?

16.02.2012 | Mainz
In vielen Tageszeitungen und Wirtschaftsmagazinen ist oftmals die Rede davon, dass Investoren ihre Portfolios mit Optionen absichern oder Optionsstrategien zur Erhöhung der Rendite einsetzen würden. Natürlich fragt sich der Privatanleger, ob auch er von diesen Strategien profitieren könnte.

Enorme Transaktionskosten verhageln die Rendite

Jedes Optionsgeschäft ist ein hoch riskantes Geschäft mit einem erheblichen Risiko sowohl für den Verkäufer einer Option, als auch den Käufer dieses Anrechtsscheines. Wenn Sie sich als Beispiel die Konstruktionsweise einer Put- also Verkaufs-Option ansehen, dann wird das Risiko deutlich. Haben Sie beispielsweise 1000 Aktien eines fiktiven Unternehmens zum Wert von je 100 Euro, so beträgt Ihr Depotwert in diesem einen Wert 100.000 Euro. Möchten Sie als gewerblicher Investor diesen Wert absichern, so kaufen Sie - um den schlimmsten aller Fälle abzusichern - eine Option beispielsweise mit einem garantierten Verkaufswert pro Aktie von 80 Euro. Sollte es in Griechenland zu einem Crash kommen und die deutschen Aktien auf 80 oder noch tiefer fallen, so können Sie die Option einfach wahrnehmen. Nehmen Sie den Kurs 70 als Beispiel und gehen Sie von der Annahme aus, sie hätten dieses unwahrscheinliche Ereignis des sinkenden Kurses mit einer Prämie von drei Euro pro Option bezahlt, dann hätte der Verkäufer der Option einen Verlust von zehn Euro - weil er Aktien zu 80 Euro übernehmen muss, die nur noch 70 wert sind. Zehn Euro Verlust auf eine ursprüngliche Einnahme von drei Euro. Im entgegengesetzten Fall eines Kursanstiegs sind die drei Euro Kaufpreis der Option für den bisherigen Inhaber der Aktien verloren. Damit kann die Rendite einer Option für den Verkäufer von exorbitant hoch bis minus 100 Prozent sein, der Verkäufer der Option geht praktisch unbegrenzt ins Risiko. Für Privatanleger ist diese Art der Absicherung oder Versicherung von Wertpapieren also als Wertanlage ungeeignet, da es keinen klaren Zins- oder Ertragspfad wie bei allen bei AWD Finanzen beschriebenen Geldanlagemöglichkeiten gibt.

Ununterbrochenes Beobachten vermeidet Bankrott

Aufgrund der bereits beschriebenen nahezu unbegrenzten Verlust- und Wertzuwachsmöglichkeiten ist ein ununterbrochenes Beobachten nahezu Pflicht. Wer seine Verluste rechtzeitig eingrenzen möchte, der sollte rechtzeitig Positionen schließen und Verluste realisieren. Neben diesem erheblichen Zeitaufwand kommt noch eine weitere Tatsache hinzu, die Optionsgeschäfte als private Geldanlage nicht geeignet erscheinen lässt: Da es sich um sehr komplexe Bank- und Börsengeschäfte handelt, sind die pro einzelner Transaktion fälligen Gebühren wesentlich höher als bei einem normalen Aktienkauf oder dem Kauf eines Investmentfonds. Wenn Sie beispielsweise Ihre Geldanlagen bei AWD Finanzen tätigen und wesentlich mehr "Netto vom Brutto" haben, dann lohnt es sich nicht diese Ersparnis wieder in Transaktionskosten für Optionen zu stecken. Aufgrund des hohen Zeitaufwandes und der für diese Transaktionen fälligen Gebühren eignen sich Optionen nicht unbedingt für den Privatanleger.

Mit Optionen können sowohl große Wertpapierpositionen abgesichert werden, als auch spekulative Investments getätigt werden. Sehr hohe Hebel ermöglichen es, die Investitionen mit einem sehr geringen investierten Kapital zu tätigen und an jeder Marktbewegung in multipliziertem Ausmaß teilzunehmen. Hoher Zeitaufwand und Komplexität sind dafür ausschlaggebend, dass es sich eher um ein Investment handelt, was einen erheblichen Aufwand an Arbeits- und Beobachtungsstunden nach sich zieht. Aus diesem Grund finden Sie bei AWD Finanzen keine Optionsstrategien als Anlageform.

Quelle: Pressemeldung Doppelklicker.de

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