Umweltstaatssekretärin Huml: Abfall ist wertvolle Ressource
'Auch Bioabfälle sind zu einer 'Schatzkiste' an Ressourcen geworden.' Mit rund 1,6 Millionen Tonnen wurde annähernd so viel gesammelt und verwertet wie die 'klassischen' Wertstoffe Papier, Glas, Metalle und Kunststoffe zusammen. Der Anteil hat sich von jährlich 50 Kilogramm pro Einwohner im Jahr 1991 auf 145 im Jahr 2007 gesteigert. Durch Bioabfälle und Grüngut ließen sich so viel Strom- und Wärme gewinnen, wie umgerechnet rund 40.000 Tonnen Heizöl. Dadurch könnten rund 100.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Sie liefern so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Im Freistaat sorgt der Staatssekretärin zufolge die thermische Behandlung von Abfällen und die hocheffektive Verwertung dafür, dass jährlich etwa 13 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden. Durch Bayerns erfolgreiche Kreislaufwirtschaft ist seit Anfang der 90er Jahre das Gesamtabfallaufkommen mit etwa 6 Millionen Tonnen im Jahr konstant, die Reststoffmenge konnte halbiert und die Verwertungsquote auf 71 Prozent gesteigert werden, und das bei 35 Prozent Wirtschaftswachstum und 1 Million Einwohnerzuwachs. 'Im Freistaat gilt: Abfallvermeidung vor Wiederverwertung', so Huml auf der diesjährigen Jubiläumsveranstaltung. Vor der Ablagerung auf Deponien müsse die umweltverträgliche Behandlung stehen.
Die getrennte Erfassung und Behandlung von Abfällen ist eine tragende Säule der bayerischen Abfallwirtschaft. So konnte in Bayern der Trend zu wachsenden Abfallbergen frühzeitig gestoppt werden, so Huml. Bayern hat
16 thermische Abfallbehandlungsanlagen, die uns jedes Jahr rund 750.000 Tonnen Heizöl ersparen, eine Sonderabfallverbrennungsanlage und ausreichend Deponievolumen. Damit stehen nach den Worten Humls genügend Kapazitäten zur Verfügung, um sämtlichen anfallenden Restmüll thermisch zu behandeln und die Behandlungsrückstände zu entsorgen. Waren es 1990 noch über 4 Millionen Tonnen jährlich, so wird heute kein unbehandelter Hausmüll mehr auf Deponien abgelagert. 'Schadstoffe müssen aus dem Kreislauf raus und in modernen Deponien abgelagert werden. Sie dürfen nicht in unsere Umwelt und ins Wasser gelangen', betonte Huml.
Quelle: Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit
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