Das Nationale Ernährungsmonitoring (nemo) des Max Rubner-Instituts zieht eine bevölkerungsrepräsentative Stichprobe von über 3.000 Erwachsenen aus 120 Standorten in Deutschland. Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat werden über standardisierte Interviews, präzise anthropometrische Messungen und umfassende Laboranalysen von Blut- und Urinproben Daten zum Ernährungsverhalten, Vitaminvorräten und Mineralstoffstatus erhoben. Die Methodik garantiert valide, aussagekräftige Ergebnisse. Alle Studienteilnehmern erhalten persönliche Befunde, Empfehlungen zur Nährstoffversorgung sowie eine Aufwandsentschädigung von 55 Euro.
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Nemo liefert erstmals seit Jahrzehnten aktuelle Daten zur Ernährungsversorgung
In der deutschen Bevölkerung variieren Ernährungsweisen deutlich durch regionale, soziale, kulturelle und individuelle Einflüsse. Das Max Rubner-Institut nutzt das Nationale Ernährungsmonitoring nemo, um repräsentative, systematische und umfangreiche Daten zur Nährstoffversorgung erwachsener Deutscher zu erheben. Ab April werden an einhundertzwanzig Standorten zufällig ausgewählte Personen zwischen achtzehn und achtzig Jahren befragt. Dort erfolgen strukturierte Interviews, standardisierte Messungen von Körperumfang und Gewicht sowie Blut- und Urinproben, um statistisch repräsentative Versorgungsergebnisse zu erhalten.
Teilnehmer aus Einwohnermeldeämtern zufällig ausgewählt und schriftlich informiert wurden
Die Auswahl von 120 Erhebungsorten erfolgt anhand standardisierter Kriterien zur Bevölkerungsdichte und Gemeindegröße, wodurch sowohl urbane als auch ländliche Regionen angemessen repräsentiert werden. Aus den Einwohnerregistern werden zufällig Personen im Alter von 18 bis 80 Jahren ausgewählt und über schriftliche Einladungen zur Studie aufgefordert. Prof. Dr. Tanja Schwerdtle betont, dass diese Vorgehensweise eine rechnerisch repräsentative Stichprobe erzeugt, die verlässliche Daten zum Ernährungsverhalten und Nährstoffstatus der deutschen Erwachsenen liefert.
Datenerhebung zu Essgewohnheiten, Aktivität und Nährstoffversorgung im häuslichen Umfeld
Die Erfassung beinhaltet Hausbesuche mit persönlichen Interviews sowie anschließende Telefonate, um sämtliche Essmuster, Snackgewohnheiten und die Supplementennutzung detailliert zu protokollieren. Antropometrische Messungen von Gewicht, Körpergröße, Taillen- und Hüftumfang liefern relevante Biomarker. Parallel wird die Alltagsaktivität der Teilnehmern ermittelt. Die Verbindung dieser Befragungs- und Messdaten schafft eine belastbare Basis für Auswertungen im Bereich Ernährung und Gesundheit. So können Versorgungslücken erkannt und fundierte Handlungsempfehlungen für Prävention abgeleitet werden.
Laborwerte von Folsäure, Vitamin B12, Eisen decken Mängel auf
Biologische Proben aus Blut und Urin werden eingesetzt, um Mikronährstoffkonzentrationen wie Folsäure, Vitamin D, Vitamin B12, Eisen, Selen und Jod exakt zu bestimmen. Parallel fließen detaillierte Informationen über Nahrungsmittelverzehr, Portionsgrößen und Supplementeneinnahme aus Interviews ein. Die Verknüpfung dieser biochemischen und ernährungsbezogenen Daten ermöglicht eine erstmals bundesweite, repräsentative Abbildung des tatsächlichen Nährstoffstatus erwachsener Deutscher und schafft so belastbare Grundlagen für evidenzbasierte Gesundheits- und Ernährungspolitik. Bildet fundierte Basis für Prävention und Forschung.
Labor- und Versorgungsdaten plus 55 Euro Ausgleich motivieren Studienteilnahme
Durch die Teilnahme erhalten Probanden einen vollständigen Einblick in ihre in der Studie erhobenen Laborwerte und eine professionelle Einschätzung ihres Versorgungsstatus. Zudem wird eine Aufwandspauschale von 55 Euro ausgezahlt. Diese unmittelbare Gegenleistung macht den Wertbeitrag der Teilnehmern sichtbar und honoriert ihren Einsatz angemessen. Gleichzeitig fungiert sie als Incentive, um die Motivation zur Teilnahme zu steigern und so eine hohe Rücklaufquote sicherzustellen, die für verlässliche statistische Auswertungen unerlässlich ist und messbar.
Datenlücke zur Nationalen Verzehrsstudie II endlich durch Nemo geschlossen
Mit den Daten der aktuellen nemo-Studie wird die seit der Nationalen Verzehrsstudie II klaffende Datenlücke geschlossen und erstmals wieder umfassendes Ernährungsverhalten abgebildet. Anschließend ist vorgesehen, das Monitoring gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendmonitoring in ein fortlaufend aktualisiertes, altersunabhängiges System zu integrieren, das regelmäßig repräsentative Informationen über Lebensmittelaufnahme und Nährstoffstatus generiert. Auf dieser Basis können evidenzbasierte Ernährungsempfehlungen entwickelt und Strategien zur Verbesserung der öffentlichen Gesundheit erarbeitet werden und kontinuierlich wissenschaftlich evaluiert.
Die vom Bundesministerium initiierte Studie nemo setzt auf eine repräsentative Auswahl von 120 Standorten, um den tatsächlichen Lebensmittelkonsum und Nährstoffstatus der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland abzubilden. Teilnehmer beantworten Fragen zu Essgewohnheiten, führen Ernährungsprotokolle und werden anthropometrisch sowie laboranalytisch untersucht. Mit den gewonnenen Daten lassen sich evidenzbasierte Ernährungsguidelines und politische Programme entwickeln. Als Gegenleistung erhalten die Teilnehmern eine ausführliche individuelle Auswertung und eine finanzielle Aufwandsentschädigung und gesellschaftliche Ernährungsgesundheit nachhaltig fördern optimieren.

