Die Schlussanträge von EuGH-Generalanwalt Alexios Emiliou kritisieren Malta dafür, mit der Bill 55 Rückzahlungsansprüche aus Online-Casinoverlusten gezielt zu blockieren und so die Umsetzung der Brüssel-Ia-Verordnung zu umgehen. Er hält die Aussetzung der Vollstreckung deutscher und österreichischer Urteile für rechtswidrig. Rechtsanwalt Thomas Sittner von CLLB Rechtsanwälte weist darauf hin, dass bei einer EuGH-konformen Entscheidung betroffene Spieler erstmals europaweit gestärkt werden. Diese Rechtsprechung könnte künftig den Schutz von Verbrauchern im digitalen Glücksspielmarkt deutlich verbessern.