Im Jubiläumsjahr 2026 steht der VINUM Deutsche Rotweinpreis für vierzig Ausgaben kontinuierlicher Qualitätsbeobachtung im deutschen Rotweinbau. Den Wettbewerb führt der Devonschiefer Spätburgunder R 2019 von H. J. Kreuzberg aus Dernau an. Neben diesem Sieger erhalten Aldinger, Knipser und Strebel wichtige Würdigungen für ihre Leistungen. Die Bewertung bietet Weinfreunden eine sachliche Grundlage zur Beurteilung von Herkunftsprofilen, Weincharakter, Erzeugerqualität und der breiten Auswahl roter Rebsorten aus allen relevanten deutschen Anbaugebieten übersichtlich zusammen.
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Kreuzbergs Siegerwein verbindet kühle Präzision mit typischer Ahr-Balance eindrucksvoll
Der 2019 erzeugte Devonschiefer Spätburgunder R von H. J. Kreuzberg wurde mit 97 Punkten als bester Rotwein des Jahres 2026 bewertet. Er stammt aus Dernau an der Ahr und gewann innerhalb des Wettbewerbs die Vintage-Kategorie. Der Wein präsentiert ätherische Frische, herbale Würze, Holzeinfluss, Waldboden, Nelke und Eisen. Schwarze Kirschen, Süßholz und saftige Tiefe bestimmen den Geschmack. Mineralität, lebhafte Säure, reifes Tannin und ein ausgewogener, langer Verlauf kennzeichnen seine stilistische Klasse.
GJA trocken 2020 sichert Aldinger zweiten Platz bei Cuvees
Das Fellbacher Weingut Aldinger wird im Jahr 2026 mit dem Prädikat Roter Riese ausgezeichnet. Maßgeblich sind die wiederholten Spitzenergebnisse, welche die breite Leistungsfähigkeit des Betriebs dokumentieren. Im Lemberger-Wettbewerb erreichte der Fellbacher Lämmler GG 2024 96 Punkte und Platz zwei. GJA trocken 2020 folgte als Zweiter in der Kategorie Cuvees. Den dritten Platz bei Spätburgundern ab 40 Euro erzielte der Fellbacher Lämmler Kaiser GG 2024. Die Ergebnisse bestätigen Aldingers kontinuierliche Qualitätsarbeit.
Roter Gigant würdigt Knipsers Erfolge seit der Premierenauflage 1987
Die Bezeichnung Roter Gigant wird 2026 erstmals vergeben und würdigt die historische Erfolgsbilanz eines Weinguts beim Deutschen Rotweinpreis. VINUM entscheidet sich für Knipser in Laumersheim. Ausschlaggebend sind Siege und Spitzenresultate seit der ersten Ausgabe im Jahr 1987, als Knipser mit Spätburgunder erfolgreich war. Weitere Auszeichnungen erzielte das Weingut mit Portugieser, Dornfelder, Schwarzriesling, St. Laurent und Cabernet Sauvignon. Seine prägenden Arbeiten bei Barrique-Weinen, Cuvees und modernen deutschen Rotweinen ergänzen diese Bilanz.
Neben Spätburgunder prägen Lemberger, Syrah und Tauberschwarz den Wettbewerb
Als dominierende Kategorie bleibt Spätburgunder ein wesentlicher Maßstab des Wettbewerbs. Die Auswertung beschränkt sich jedoch nicht auf diese Rebsorte, sondern erfasst zahlreiche weitere Ausdrucksformen deutscher Rotweine. Lemberger, Cabernet Franc, Merlot, Syrah, Frühburgunder, Tauberschwarz, Zweigelt, Carmenere und Lagrein sind mit Spitzenweinen vertreten. Erfolgreiche Betriebe sind unter anderem Oliver Schell, Idler, Rainer Schnaitmann, Graf Neipperg, Fritz Waßmer, Weinkonvent Dürrenzimmern, Martin Waßmer, Trockene Schmitts, Leiss und Hofmann aus verschiedenen traditionellen Weinbaugebieten Deutschlands kommend.
Schnaitmann und Strebel repräsentieren nachhaltige Qualität und neue Handschriften
Der Fellbacher Lämmler GG 2024 sichert Rainer Schnaitmann den Titel bester Bio-Rotwein des Jahres. Diese Würdigung hebt die Bedeutung ökologischer Standards hervor, wenn sie mit präziser Weinbergsarbeit und einem hohen Qualitätsniveau verbunden sind. Zum Newcomer des Jahres wird der Winzerhof Strebel in Lauda-Königshofen bestimmt. Mit Weinen aus Tauberschwarz erschließt der Betrieb das Potenzial einer historischen Sorte neu. Die Sonderpreise erweitern das Wettbewerbsbild um nachhaltige Spitzenleistung, Identität und Aufstieg neuer Erzeuger.
VINUM lädt am 28. November nach Bad Cannstatt ein
Im Kursaal Bad Cannstatt wird am 28. November 2026 die 40. Auflage des VINUM Deutsche Rotweinpreises veranstaltet. Stuttgart bildet damit den Rahmen für Auszeichnungen, Verkostungen und den abschließenden Abendtermin. Am Vormittag erhalten die erfolgreichen Betriebe ihre Ehrungen. Ab 13.30 Uhr steht das Rotwein-Festival 2026 Besuchern offen; ungefähr 30 Weingüter präsentieren circa 120 Weine. Das Champions Dinner rundet den Ablauf ab. Entscheidend für die Prämierung sind wiederholte Blindverkostungen eines unabhängigen Fachgremiums.
Deutsche Erzeuger überzeugen zunehmend durch Eigenständigkeit statt bloßer Kraft
1046 Weine stellten sich in der 40. Ausgabe des Deutschen Rotweinpreises der fachlichen Prüfung. 27 Verkoster bewerteten die Proben unabhängig; 15 davon erzielten mindestens 95 Punkte. Die Zahl der Spitzenbewertungen zeigt das anspruchsvolle Niveau der Verkostung. Seit 1987 wird der von VINUM initiierte Wettbewerb als maßgebliche Orientierung für deutsche Rotweine wahrgenommen. Die aktuelle Ausgabe macht deutlich, dass moderne Spitzenweine durch Herkunftstreue, Frische, ausgewogene Textur und einen eigenständigen Stil überzeugen müssen.
Der Deutsche Rotweinpreis von VINUM erfüllt 2026 erneut eine Orientierungsfunktion für Weinfreunde und Fachhandel. Seine Ergebnisse verbinden Spitzenbewertungen mit einem Überblick über unterschiedliche Herkunftsgebiete und Rebsorten. Kreuzberg demonstriert mit einem gereiften Spätburgunder die Bedeutung von Zeit und Präzision. Aldinger und Knipser stehen für dauerhaftes Niveau in ihren Kollektionen. Prämierungen für ökologische Erzeugung, Tauberschwarz und internationale Sorten belegen außerdem, dass deutscher Rotwein heute vielfältige Stilprofile mit erkennbarer Qualität im Markt bietet.

