Barrie Koskys Neudeutung von Bizets Carmen an der Oper Frankfurt integriert Variete- und Revueaspekte in eine traditionelle Opernstruktur und schafft so frische Perspektiven. Seine Inszenierung besticht durch kraftvolle, außergewöhnliche Choreografien, opulente, farbenprächtige Kostüme und sorgfältig inszenierte Lichtgestaltung. Unter der Stabführung von Jader Bignamini entwickelt sich ein mitreißendes Orchesterbild. Bianca Andrew übernimmt als junge, charismatische Carmen ihr erstes Hauptengagement, während Joseph Calleja als Gastinterpret die Partie des Don Jose eindrucksvoll interpretiert.
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Dynamische Frankfurter Carmen-Inszenierung verschmilzt Oper und Revueformen zu Erlebnis
Die 2015/16 kreierte Frankfurter Produktion von Carmen ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Regisseur Barrie Kosky, Dirigent Constantinos Carydis und Herausgeber Michael Rot. Kosky, der von 2012 bis 2022 die Komische Oper Berlin leitete, integriert Variete- und Revueformen im Geiste Offenbachs in die klassische Opernstruktur. Aufwendige Tanzabschnitte setzen visuelle Highlights und verdichten die dramatischen Höhepunkte. So entsteht eine moderne, facettenreiche Interpretation, die Bizets Musiktheater mit innovativen Impulsen bereichert und das Publikum in ihren Bann zieht.
Brillante Inszenierung riss Publikum von Sitzen und begeistert Kritiker
Bereits bei der Premiere am 5. Juni 2016 wurde sofort deutlich, dass die Inszenierung außergewöhnliche Reaktionen auslöst. Publikum und Kritiker reagierten begeistert: musik-heute.de lobte sie als „kultverdächtig“, Der Tagesspiegel nannte sie „brillant und böse“, die RheinZeitung sah eine „Weltklasseproduktion“ und concerti.de bewertete sie als „Höhepunkt der Saison“. Diese Komplimente belegen den hohen professionellen Anspruch und die kraftvolle Neudeutung. Opernfreunden wird ein intensives, mitreißendes und neues Klangerlebnis geboten. Definitiv unvergesslich.
Vielseitige Besetzung vereint erfahrene Kräfte mit frischen Operntalenten souverän
Die Titelrolle übernimmt erstmals Bianca Andrew, festes Ensemblemitglied der Frankfurter Oper, die als Zigarettenarbeiterin mit faszinierender Bühnenpräsenz und nuancierter Gesangsqualität überzeugt mit großer stimmlicher Präsenz. Joseph Calleja gibt Don Jose erneut mit internationalem Rang, gestützt auf erfolgreiche frühere Gastauftritte unter tosendem Applaus. In ausgewählten Januarvorstellungen schlüpft Zanda Sv?de in die Carmen-Partie. Das übrige Ensemble umfasst Sänger aus dem Opernstudio und erfahrene Stammkräfte und garantiert eine ausgewogene, geschlossene und präzise Gesamtaufführung.
Musikdirektor Detroit Bignamini leitet Frankfurter Oper mit internationalem Renommee
Jader Bignamini übernimmt als musikalischer Leiter dieser Inszenierung eine Schlüsselrolle. Der italienische Dirigent betreute kürzlich in Frankfurt die Premieren von Verdis La forza del destino und verantwortete 2022 ein Museumskonzert. Seine Tätigkeit als Music Director des Detroit Symphony Orchestra führt ihn regelmäßig nach Paris, Berlin, New York und Sao Paulo. Bignaminis Feingefühl für dynamische Abstufungen, sein präzises Tempomanagement und Emotionalitätsreichtum schaffen einen orchestralen Klangkörper voller Transparenz und packender szenischer Tiefe.
Sechste Frankfurter Inszenierung überzeugt mit Dynamik und frischen Interpretationsansätzen
Sechsmal wird diese Coproduktion in Frankfurt erneut aufgeführt, nachdem sie 2018/19 als Leihgabe am Royal Opera House Covent Garden international Furore machte. Die anhaltende Publikumsbegeisterung belegt die robuste Konzeption und die Fähigkeit zur kontinuierlichen Weiterentwicklung. Fachkundigen Gästen dient die Inszenierung als unverzichtbarer Orientierungsrahmen, während erstmals kommende Opernliebhaber die ungewöhnliche Kombination aus klassischem Repertoire und modernen Inszenierungsideen schätzen. Diese international ambitionierte Produktion setzt ihre Erfolgsgeschichte in Frankfurt eindrucksvoll fort und begeistert mit überzeugender Dynamik.
Zusätzliche Termine 9., 16., 18., 24. und 31. Januar
Erstmals wieder zu sehen ab Samstag, 13. Dezember 2025 um 19 Uhr im Opernhaus Frankfurt. Weitere Vorstellungen sind am 19. und 21. Dezember um 18 Uhr sowie am 27. Dezember um 18 Uhr geplant. Im Januar 2026 folgen Aufführungen am 9., 16. und 18. jeweils um 18 Uhr sowie am 24. und 31. Januar. Die Kartenpreise liegen zwischen 16 und 132 Euro zuzüglich einer Vorverkaufsgebühr von 12,5 Prozent. Buchung telefonisch, online oder an den Vorverkaufsstellen.
Atemberaubende Tanzszenen bereichern visuelle Erzählung und steigern Dramatik intensiv
Die Frankfurter Carmen-Aufführung beeindruckt durch ihr Arrangement verschiedener performativer Elemente: Charaktertiefe entsteht durch präzise Regie im Wechselspiel von Opernsolo und Gruppenchoreografien, Varieteeinlagen sorgen für überraschende akustische und visuelle Akzente. Unter Jader Bignaminis Dirigat erblüht das Orchester in fein abgestuften Klangfarben, die die Leidenschaft und Intrige der Handlung unterstreichen. Internationale Gesangssolisten und das hauseigene Ensemble vereinen Kraft und Emotion in einer stimmigen, packenden Interpretation ohne Schönfärberei künstlerische Innovation und auditive Intensität.

