Extreme Wetterlagen weltweit haben 2024 zu geringeren Ernteerträgen in wichtigen Kaffeeanbauländern geführt. Dadurch stiegen die Rohkaffeepreise auf Importebene im April 2025 um über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Kostensteigerungen wirkten sich entlang der Wertschöpfungskette aus: Produzenten erhöhten ihre Erzeugerpreise um über 40 Prozent, was letztlich Verbraucherpreise um mehr als zwölf Prozent ansteigen ließ. Gleichzeitig bewirkte die anhaltende Nachfrage eine Zunahme der importierten Menge. Die Marktbilanz zeigt Druck auf Endverbraucherpreise.
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Verbraucher zahlen für handelsüblichen Bohnenkaffee deutlich mehr als 2024
Im April 2025 lagen die Endverbraucherpreise im Einzelhandel für handelsüblichen Bohnenkaffee um 12,2 Prozent höher als im April 2024. Zur Einordnung: Nahrungsmittel wurden im selben Monat um 2,8 Prozent, das gesamtwirtschaftliche Preisniveau um 2,1 Prozent teurer. Über die vier Jahre von April 2021 bis April 2025 hinweg stiegen Kaffeepreise um 31,2 Prozent und bewegten sich damit nahezu parallel zur Nahrungsmittelteuerung (+31,4 Prozent), während die Gesamtinflation (+18,8 Prozent) deutlich langsamer wuchs.
Rohkaffee-Index seit April 2021 um 147,4 Prozent deutlich erhöht
Aus wirtschaftlicher Sicht führen die um 53,1 Prozent gestiegenen Einfuhrpreise für grünen Kaffee im April 2025 zu erheblichen Belastungen von Handels- und Produktionskosten. Amerikanische Bezugsquellen verzeichneten einen Preisanstieg von 61,8 Prozent, Asien und übrige Erzeuger zogen um 43,8 Prozent nach, afrikanische Importe verteuerten sich um 23,2 Prozent. Zeitgleich erhöhte sich der Preis für entkoffeinierten oder gerösteten Kaffee um 35,8 Prozent. Seit April 2021 stieg der Rohkaffee-Preisindex um 147,4 Prozent an.
Erzeugerpreise für Röstkaffee steigen erheblich: Entkoffeiniert versus Standard teurer
Die Preismeldungen der Röstkaffeeproduzenten für April 2025 zeigen signifikante Steigerungen: Nicht entkoffeinierter Röstkaffee verteuerte sich gegenüber April 2024 um 43,3 Prozent, entkoffeinierter sogar um 45,2 Prozent. Betrachtet man den Zeitraum von April 2021 bis April 2025, ergab sich eine Steigerung der Erzeugerpreise um 86,1 Prozent für nicht entkoffeinierten und um 78,7 Prozent für entkoffeinierten Röstkaffee. Diese Trends belasten Roastery-Budgets und Preisgestaltung nachhaltig und erfordern laufende Anpassungen in Geschäftsmodellen dringend notwendige.
Importvolumen Kaffee seit 2015 um 7,9 Prozent langfristig erhöht
Die Analyse der Jahressumme 2024 zeigt, dass Deutschland 1,25 Millionen Tonnen Kaffee importierte, roh und geröstet, und damit einen Zuwachs von 14,1 Prozent im Vergleich zu 2023 mit 1,09 Millionen Tonnen verzeichnete. Betrachtet man die Entwicklung seit 2015, so stieg das jährliche Importvolumen von 1,16 auf 1,25 Millionen Tonnen, was eine Erhöhung um 7,9 Prozent bedeutet und beständige Nachfragesteigerung reflektiert. Dies verdeutlicht die Bedeutung des Kaffeegeschäfts für Importeure und Verbraucher.
Gesamtimport 2024 steigt auf 1,25 Millionen Tonnen dank Partnern
Die Importe von Röst- und Rohkaffee nach Deutschland im Jahr 2024 wurden von Brasilien dominiert, das mit 516.000 Tonnen 41,4 Prozent beisteuerte. An zweiter Stelle rangierte Vietnam mit 202.000 Tonnen und einem Anteil von 16,2 Prozent. Honduras steuerte 68.000 Tonnen bei, was 5,5 Prozent entsprach, während Kolumbien mit 53.000 Tonnen beziehungsweise 4,3 Prozent folgt. Kleinere Lieferungen von je etwa vier Prozent stammen von Uganda, Italien und Peru als bedeutsame Ergänzung.
Importpreise für Rohkaffee schnellten durch Wetterextreme in die Höhe
Gemäß den Auswertungen des Statistischen Bundesamts führen Ertragseinbußen durch unbeständige Wetterverhältnisse sowie starke Anstiege der Import- und Erzeugerpreise zu deutlich höheren Endverkaufspreisen für Kaffeebohnen. Deshalb sind preiswerte Angebote für qualitativ hochstehende Bohnen seltener geworden, sodass Konsumenten ihre Ausgaben erhöhen müssen. Dennoch bleibt das Angebot an verschiedenen Röstprofilen und Kaffeespezialitäten umfangreich, sodass Genießer weiterhin diverse Herkunftstassen entdecken können und unverändert von Frische und Vielfalt in jeder Tasse profitieren. ohne Qualitätskompromisse. garantiert.

